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Hilfe für Kinder weiter ausgebaut

Im Stuhlkreis nahmen die Mitglieder des Kinderschutzbundes Höhr-Grenzhausen am Ende ihrer Jahreshauptversammlung Platz. Mit Achtsamkeits- und Team-Übungen erlebten sie am eigenen Leib, wie die sozialpädagogischen Fachkräfte in Sozialkompetenz-Projekten ihre Botschaften deutlich machen. Zum Beispiel beim gemeinsamen Bau eines überdimensionalen Jenga-Turms.

Kinderschutzbund Westerwald hat sein Engagement im vergangenen Jahr vielfältig erweitert

HÖHR-GRENZHAUSEN. Auch das 41. Jahr seines Bestehens war ein gutes Jahr für den Kinderschutzbund: Die „Mobilen Sorgenbüros“ sind ausgebaut worden, die Präventionskurse sind im ganzen Kreis gefragt, und auch die anderen Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche wurden sehr gut genutzt. Dass die Finanzen dennoch gesund sind – dank überzeugter Partner und großzügiger Spender – erfreute die Mitgliederversammlung.

Gut gelaunt begrüßte Heidi Ramb, die Vorsitzende des Kreisverbandes Westerwald / Ortsverband Höhr-Grenzhausen, die Schar der Kinderschützer im Raum der „Hausaufgabenhilfe“ im Rathaus zur Mitgliederversammlung. Denn ihr Jahresbericht enthielt zwar etliche Herausforderungen, die zu meistern waren, aber durchweg positive Nachrichten.

Die zum Teil seit vielen Jahren etablierten Angebote für Kinder, Jugendliche und Eltern sind nach wie vor notwendig und wirkungsvoll. Dazu gehören unter anderem das Kinderkleiderlädchen, in dem ein ehrenamtliches Team von montags bis samstags gute gebrauchte Sachen für Kinder (bis Kleidergröße 176) verkauft, die Hausaufgabenhilfe, momentan drei Eltern-Kind-Gruppen und das Kinderbüro.

Auf einem sehr engagierten Team sozialpädagogischer Fachkräfte beruht der Erfolg vielfältiger Hilfen der Schulsozialarbeit in zwei Realschulen plus und für Kinder in 15 Grundschulen: Die „Mobilen Sorgenbüros“ haben auch dank verständnisvoller Schulträger ihr Angebot den Erfordernissen entsprechend ausdehnen und dazu eine weitere Mitarbeiterin begrüßen können.

Der Austausch im Team und mit externen Kräften ist der Schlüssel zu qualifizierter und wirkungsvoller Unterstützung von Kindern – und die Grundlage für vielfältige Präventionsangebote in Kindergärten und Grundschulen. An vielen Orten im Kreis haben insgesamt einige hundert Kinder teilgenommen. In Höhr-Grenzhausen wurde dank einer Förderung des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“ der Versuch unternommen, Prävention gleichzeitig bei Kindern und Eltern zu thematisieren. Leider war die Beteiligung der Eltern geringer als erhofft – der Kinderschutzbund wird sich davon aber nicht entmutigen lassen. Angepasst wurde auch der Elternkurs „Starke Eltern – starke Kinder ®“, der in zwei Varianten wieder Mamas und Papas aus dem Westerwald, dem Kreis Neuwied und Koblenz in Erziehungsfragen geholfen hat.

Heidi Ramb blickte auch zufrieden auf die traditionelle Feier zum Tag der Kinderrechte am Weltkindertag zurück, die im vergangenen Jahr ganz untraditionell begangen wurde: mit einer Kinder-Demo quer durch die Stadt. Die Höhr-Grenzhäuser Idee, den von den Vereinten Nationen festgelegten Kinderrechten ganz offiziell einen Platz zu widmen, hat Nachahmer gefunden: In Mainz, Elmshorn und Pinneberg (Schleswig-Holstein) sind weitere Plätze eingeweiht worden, jetzt folgt Bad Kreuznach und in wenigen Wochen die Stadt Neuss.

Intern hat sich der Kinderschutzbund zudem mit der Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung und einem Kinderschutz-Konzept befasst – was Zeit, Kraft und Geld gekostet hat. Dass dies alles bewältigt werden kann, verdankt der Verein seinen Mitgliedern und vielen Ehrenamtlichen, dem Dutzend engagierten Angestellten, Partnern in Kommunen, im Kreis und in der Landesregierung und großzügigen Spendern und Sponsoren. Wie umfangreich inzwischen die Arbeit geworden ist, machte Schatzmeisterin Cora Borowski deutlich: Das Budget des Vereins ist auf mehr als 350.000 Euro gestiegen. Dank Mitgliedsbeiträgen und Spenden sowie sparsamer Haushaltsführung und ehrenamtlichem Einsatz konnten nötige Anschaffungen (EDV) getätigt, Fortbildungen finanziert und sogar eine kleine Rücklage gebildet werden für anstehende notwendige Investitionen. Eine dankbare Unterstützung dazu leistet die Stadt Höhr-Grenzhausen durch die mietfreie Überlassung der Geschäftsräume. Die Kassenprüfer Lothar Ickenroth und Christiane Schäfer bescheinigten eine gewissenhafte, korrekte Buchhaltung, die Versammlung sprach dem Vorstand ihr Vertrauen aus.

Traditionell geben Fachkräfte den Mitgliedern einen Einblick in ihre Arbeit. Dieses Mal hatten die Dipl.-Sozialpädagoginnen Christel Kaiser und Lisa Klein Achtsamkeits- und Teamübungen mitgebracht – deren Botschaft ist, wie sich zeigte, generationenübergreifend verständlich.

Weitere Informationen:
Deutscher Kinderschutzbund, OV Höhr-Grenzhausen / KV Westerwald, Hermann-Geisen-Straße 44, 56203 Höhr-Grenzhausen, Tel: 02624 -4488 / email: [email protected] www.kinderschutzbund-westerwald.de


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