Wir helfen Kindern in Not Ich brauche Hilfe!

Auf stabiler Basis gewachsen
Kreisverband dankt Spendern und Förderern – Neue Computer nötig

Es ist schon eine liebe Tradition beim Kinderschutzbund in Höhr-Grenzhausen, dass Mitglieder des Teams der sozialpädagogischen Fachkräfte den Mitgliedern einen Einblick geben in ihre Arbeit. In diesem Jahr sprachen Eva Görg-Aller und Kerstin Magee (vorn rechts) über Präventionskurse und Sozialkompetenzprojekte. Mitgebracht hatten sie „Kraft-Tiere“, die künftig sicher auch dem Vorstand zu Hilfe kommen werden.

Auf einer stabilen Grundlage gewachsen ist der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) in Höhr-Grenzhausen. Im Jahr des 40. Geburtstags wurden die Angebote für Kinder erneut ausgebaut – sowohl die festen Einrichtungen in den Schulen als auch die Präventionskurse an vielen Orten im Kreis. In der Jahreshauptversammlung zog der DKSB Kreisverband Westerwald / Ortsverband Höhr-Grenzhausen eine positive Bilanz, dankbar für vielfältige Unterstützung.

Gleich zwei Ereignisse haben das zurückliegende Jahr geprägt: Das 40-jährige Bestehen des Vereins und die Einweihung des Platzes der Kinderrechte in Höhr-Grenzhausen, des ersten in ganz Deutschland. Die Vorsitzende Heidi Ramb ließ das Geburtstagsfest noch einmal Revue passieren und reichte das viele Lob, das dem Verein dort zuteil wurde, an die Mitglieder, Ehrenamtlichen und mehr als ein Dutzend Angestellten weiter. Auch ihre persönliche Auszeichnung mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Kinderschutzbundes und dem Goldenen Siegelring der Stadt Höhr-Grenzhausen teilte Sie mit dem Team der engagierten Kinderschützerinnen und Kinderschützer. Dass viele Gäste dem Verein zum Geburtstag großzügige Geschenke mitgebracht hatten, kam natürlich den Kindern zugute – durch zusätzliche Angebote. Schatzmeisterin Cora Borowski hatte viel Gutes zu berichten, und die Kassenprüfer Christiane Schäfer und Lothar Ickenroth bestätigten die positive Lage. Insgesamt erreichte und betreute der Verein im vergangenen Jahr mehr als 1100 Kinder.

Ohne Spenden könnte der Verein diese Hilfen nicht anbieten; die Vorsitzende wünschte sich, dass die Unterstützung auch im Jahr nach dem Geburtstag gewährt wird; etwa bei der Anschaffung neuer Computer im Zuge der Anpassung an die Datenschutz-Grundverordnung. Einen ganz großen Dank sagte der Verein den Kommunen, die in ihren Grundschulen die „Mobilen Sorgenbüros“ ermöglichen, und in zwei Realschulen plus auf Schulsozialarbeit durch Kräfte des Kinderschutzbundes bauen – und beide Angebote im vergangenen aufgestockt haben, damit die Kinder nicht vertröstet werden müssen, wenn sie Hilfe brauchen. Das wirkt sich auch auf das Personal aus: Im laufenden Jahr wird das Team der sozialpädagogischen Fachkräfte aufgestockt.

Dank galt der Landesregierung, die ihre Förderung verstärkt hat, und dem Westerwaldkreis. Hervorgehoben wurden Stadt und Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen, die nicht nur viele Angebote des Kinderschutzbundes und neue Projekte ermöglichen, sondern auch die Räume der Geschäftsstelle zur Verfügung stellen. Im vergangenen Jahr haben sie ihre Einstellung zum Kinderschutz auf herausragende Weise öffentlich gemacht: Durch die Initiative, den Platz zwischen katholischer Kirche und Töpferstraße/Schulstraße offiziell „Platz der Kinderrechte“ zu nennen. Der Stadtrat folgte dieser Initiative einstimmig und machte Höhr-Grenzhausen so zum Vorbild für ähnliche Vorhaben in ganz Deutschland, was beim großen Fest zur offiziellen Taufe ein bundesweites Echo ausgelöst hat – schon am 18. Mai fährt eine Delegation aus Höhr-Grenzhausen nach Mainz zur Einweihung eines weiteren Platzes der Kinderrechte.

Heidi Ramb vergaß natürlich nicht die vielen anderen Angebote für Kinder und Familien: Die Eltern-Kurse, die Eltern-Kind-Gruppen, die Hausaufgabenhilfe und natürlich das Kinderkleiderlädchen, in dem mehr als zwei Dutzend Ehrenamtliche mit viel Engagement und Liebe gebrauchte Kindersachen kaufen und verkaufen.

Die Bilanz 2017 war also durchweg positiv, die Vorsitzende dankte dafür auch ihren Mitstreitern im Vorstand und dem Landesverband des Kinderschutzbundes, in dessen Vorstand inzwischen ein Höhr-Grenzhäuser aktiv ist: Joachim Türk wurde zum stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt. Dank galt auch den Zahnärzten, die das Spendeneinkommen durch Zahngoldspenden deutlich aufbessern, den Geschäften, die Spendenhäuschen aufstellen, und dem REWE-Markt Hoffmann, der für den DKSB zu Flaschenpfand-Spenden aufruft.

Die gute Basis und ein engagiertes Team sind auch nötig zur Bewältigung zusätzlicher Herausforderungen im laufenden Jahr: Der Verein erstellt ein Schutzkonzept, und die Datenschutz-Grundverordnung wird ab Mai an vielen Stellen der Kinderschutz-Arbeit spürbar – was schon im Vorfeld viel Aufmerksamkeit, Arbeitskraft und Geld bindet.

Mit deutlich weniger Sorgenfalten blickt der Verein auf die Feier zum Weltkindertag im September. Schon haben etliche Schulen ihre Teilnahme zugesagt. Es wird zwar nicht so groß gefeiert wie 2017. Aber das Programm wird erneut mit Frohsinn für den Sieg der Kinderrechte über Gewalt, Armut, Ungerechtigkeit und Krieg werben.


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