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Kinder leiden unter Leistungsdruck

KINDERSCHUTZBUND ZIEHT JAHRESBILANZ UND WEIST AUF STEIGENDE ZAHL PSYCHISCHER PROBLEME HIN

WESTERWALD. Immer häufiger leiden Kinder unter Leistungsdruck. Der geht häufig nicht von den Lehrern aus, sondern von Eltern und Klassengemeinschaft – und ist besonders stark zu erkennen, wenn es um die Schullaufbahnempfehlung im vierten Schuljahr geht. Das ist eine der Erkenntnisse aus der Arbeit der „Mobilen Sorgenbüros“ des Deutschen Kinderschutzbundes e.V. Kreisverband Westerwald / Ortsverband Höhr-Grenzhausen, die jetzt ihre Schuljahresbilanz 2014/2015 vorgelegt haben.

Unsere Vorsitzende Heidi Ramb und Kerstin Magee von den „Mobilen Sorgenbüros“ bei der Übergabe des Jahresberichts in Montabaur. Bürgermeister Edmund Schaaf (2. Von rechts) und der für Schulen zuständige Beigeordnete Andrée Stein haben dafür einen speziellen Ort ausgesucht.

Im vergangen Schuljahr haben mehr als 570 Grundschulkinder das Gesprächsangebot angenommen. Die sozialpädagogischen Fachkräfte des Kinderschutzbundes hatten es dabei deutlich häufiger mit psychischen Problemen der Kinder zu tun. Diese Probleme führen beispielsweise zu Verhaltensauffälligkeiten. Viel seltener genannt haben die Kinder von 15 Grundschulen der Verbandsgemeinden Montabaur, Höhr-Grenzhausen und Selters Konflikte mit Lehrern.

Im Schuljahr 2014 / 2015 haben die Fachkräfte mit den Schülerinnen und Schülern fast 2400 Gespräche geführt. Weitere 1842 Kontakte erfolgten darüber hinaus zu Lehrern, Eltern, Beratungsstellen und Institutionen. Das Angebot wird hauptsächlich von den Schulträgern, dem Land Rheinland-Pfalz und aus Spendenmitteln des Kinderschutzbundes finanziert.

Nach wie vor kommen die meisten Schülerinnen und Schüler in die Sprechstunden, weil sie unter der Trennung ihrer Eltern leiden – sowohl unter Auseinandersetzungen bis zur Scheidung als auch unter strittigen Umgangsregelungen danach. 658mal wurde dieser Grund in den Gesprächen der sozialpädagogischen Fachkräfte genannt; das macht erneut im Themenbereich Familie einen Anteil von 31 Prozent aus. Es gibt Grundschulklassen, in denen Kinder, die noch bei beiden Eltern leben, in der Minderheit sind. Der Kinderschutzbund setzt sich dafür ein, mehr spezielle „Trennungsgruppen“ einzurichten und hofft darauf, dass die dazu nötigen Mittel bereitgestellt werden.

Insgesamt sind familiäre Gründe für die Hälfte der Sorgen verantwortlich, die die Kinder plagen; schulische Probleme machen 23,2 Prozent aus, individuelle Schwierigkeiten 26,7 Prozent.

Im schulischen Bereich sind vor allem „Leistungsschwierigkeiten“ deutlich gestiegen – dahinter verbirgt sich nach Erfahrungen in den Sorgenbüros der Druck, der schon in der Grundschule von Eltern und Mitschülern aufgebaut wird, wenn es um die Empfehlung einer weiterführenden Schule geht. Die Zahl der Nennungen stieg hier um mehr als ein Drittel auf 133, während die Zahl der Konflikte mit Lehrern deutlich gesunken ist: von 88 auf 45. Im individuellen Bereich ist zu erkennen, dass die Zahl der verhaltensauffälligen Kinder steigt. Die „psychischen Probleme“ haben sich verdoppelt und sind mit 213 Nennungen (Vorjahr: 108) bereits auf einen Anteil von 19 Prozent gestiegen; gestörtes Sozialverhalten macht 28 Prozent aus (321 Nennungen – Vorjahr: 306).

Im schulischen Bereich sind vor allem „Leistungsschwierigkeiten“ deutlich gestiegen – dahinter verbirgt sich nach Erfahrungen in den Sorgenbüros der Druck, der schon in der Grundschule von Eltern und Mitschülern aufgebaut wird, wenn es um die Empfehlung einer weiterführenden Schule geht. Die Zahl der Nennungen stieg hier um mehr als ein Drittel auf 133, während die Zahl der Konflikte mit Lehrern deutlich gesunken ist: von 88 auf 45. Im individuellen Bereich ist zu erkennen, dass die Zahl der verhaltensauffälligen Kinder steigt. Die „psychischen Probleme“ haben sich verdoppelt und sind mit 213 Nennungen (Vorjahr: 108) bereits auf einen Anteil von 19 Prozent gestiegen; gestörtes Sozialverhalten macht 28 Prozent aus (321 Nennungen – Vorjahr: 306).

Nach wie vor suchen und finden viele Kinder in den „Mobilen Sorgenbüros“ auch Hilfe beim Umgang mit Tod und Krankheit in der Familie und bei der Trauerarbeit. Das Team hat darauf reagiert und an einer Fortbildung teilgenommen, die der Hospizverein zu diesem Thema angeboten hat.

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